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Abfindung

Gesetzliche Abfindungsansprüche existieren entgegen weit verbreiter Auffassung nur ein wenigen Fällen (im Falle einer Zusage in der Kündigung nach § 1a des Kündigungsschutzgesetzes oder bei Auflösung des Arbeitsverhältnisses durch das Gericht).

In der Realität werden jedoch viele Kündigungsschutzstreitigkeiten vor dem Arbeitsgericht durch einen Vergleich beendet, der die Zahlung einer Abfindung als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes vorsieht. Dies liegt meist im Interesse der Arbeitnehmer, die vielfach kein Interesse an einer Weiterbeschäftgigung im alten Unternehmen oder schon eine neue Arbeitsstelle gefunden haben. Sie liegt aber auch im Interesse der Arbeitgeber, die durch Zahlung einer Abfindung ein langwieriges arbeitsgerichtliches Verfahren mit ungewissem Ausgang beenden können, dass für den Arbeitgeber vor allem ein hohes Risiko birgt, Verzugslohnansprüche erfüllen zu müssen.

Voraussetzung für einen solchen Vergleich ist jedoch, dass die Kündigung rechtzeitig innerhalb der gesetzlichen 3-Wochen-Frist vor dem Arbeitsgericht angefochten wird.